Hallen- und Anlagenumfang
Die Musterhalle umfasst 28.000 m² und 1.250 Lichtpunkte.
Musterfall 05 | Industriebeleuchtung
Eine große Industriehalle soll bessere Lichtqualität und deutlich geringeren Energieverbrauch erhalten.
Der Musterfall zeigt zusätzlich, wie eine Beleuchtungsmodernisierung elektrischen Leistungsspielraum für Wärmepumpe, Ladeinfrastruktur und weitere Standortprojekte schaffen kann.
Alle Werte, Zeitpunkte und Ergebnisse sind transparente Modellannahmen. Der Fall bildet kein reales Kundenprojekt ab.
Systemgrenze: Betrachtet werden Beleuchtungsqualität, installierte und zeitgewichtete Leistung, Standortspitze, Wärmeeintrag und die Verbindung zu Wärmepumpe, Laden, PV und BESS. Die lichttechnische Planung bleibt standortspezifisch.
Ausgangssituation
Die Modellwerte werden im realen Projekt durch belastbare Standortdaten ersetzt.
Die Musterhalle umfasst 28.000 m² und 1.250 Lichtpunkte.
Je Lichtpunkt werden einschließlich Vorschaltverlusten 250 W angenommen. Daraus entstehen 312,5 kW installierte Lichtleistung.
Die Beleuchtung wird modellhaft 5.500 Stunden pro Jahr betrieben.
Für die reine Systemillustration werden 150 kW volle LED-Leistung angenommen. Dieser Wert ersetzt keine Lichtplanung.
3,0 MW Anschlussleistung stehen einer heutigen Standortspitze von 2,85 MW gegenüber.
Eine Wärmepumpe mit 300 kW, Ladeinfrastruktur mit 250 kW und PV mit 2,5 MWp sind geplant.
Verkürzte Standardantwort
Die vorhandenen Leuchten werden durch LED-Leuchten mit möglichst geringer Wattzahl ersetzt.
Wattzahl allein beantwortet weder Sehaufgabe, Gleichmäßigkeit, Blendung, Flimmern, Wartungsfaktor noch die zeitliche Wirkung auf Energie, Standortspitze und weitere Infrastrukturprojekte.
ICS-Entscheidungslogik
Die Lösung wird nicht aus einem einzelnen Produktmerkmal abgeleitet. Entscheidend ist die tatsächliche Standortaufgabe.
Welche Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung und Farbwiedergabe sind je Arbeitsbereich erforderlich?
Passen Montagehöhe, Leuchtenposition, Reflexionsgrade und Nutzungszonen zu einem reinen 1:1-Tausch?
Welche Zonen, Präsenzzeiten, Tageslichtanteile und Dimmprofile sind tatsächlich nutzbar?
Wie stark ist die Beleuchtung in der maßgeblichen Viertelstunde an der heutigen Standortspitze beteiligt?
Wann treten Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur auf und welche Leistung kann durch die Beleuchtung tatsächlich freigesetzt werden?
Wie werden Inbetriebnahme, Wartung, Störung, Nachregelung und langfristige Lichtqualität organisiert?
Sie müssen die passende Technologie oder Leistung noch nicht kennen. Schildern Sie ICS Ihre Ausgangssituation. ICS ordnet ein, welche Fragen zuerst geklärt werden sollten.
Datengrundlage
Fehlende technische oder wirtschaftliche Grundlagen werden nicht geraten. Sie bestimmen, welche Prüfung als Nächstes erforderlich ist.
Sehaufgaben, Messwerte, Gleichmäßigkeit, Blendung, Flimmern, Farbwiedergabe und Notbeleuchtung.
Leuchtentypen, Systemleistungen, Vorschaltgeräte, Montagehöhen, Schaltgruppen und Wartungszustand.
Betriebsstunden, Schichten, Zonenbelegung, Tageslicht und geplante Flächennutzungsänderungen.
Zeitliche Lichtleistung und gemeinsamer Viertelstundenbezug am relevanten Standortbezugspunkt.
Lastprofile und Zeitplan von Wärmepumpe, Ladeinfrastruktur, PV, BESS und möglichen Netzausbauten.
Wärmeeintrag der Beleuchtung und mögliche Wirkung auf gekühlte oder klimatisierte Bereiche.
Kritischer Betriebsfall
Eine geringere installierte Lichtleistung erhöht nicht automatisch an jeder Stelle des Standorts die nutzbare Anschlussreserve.
3,0 MW Anschlussleistung minus 2,85 MW Standortspitze ergeben rechnerisch 150 kW Reserve.
Sinkt die Beleuchtung in derselben Viertelstunde von 312,5 kW auf 150 kW, entstehen zusätzlich 162,5 kW Spielraum.
Der Gesamtspielraum steigt rechnerisch auf 312,5 kW, aber nur am gemeinsamen relevanten Bezugspunkt und innerhalb der vorhandenen Verteilung.
Rechenanker
Der Bestand benötigt 312,5 kW mal 5.500 h, also 1.718,75 MWh pro Jahr. 150 kW volle LED-Leistung ergeben 825 MWh. Mit einem getrennten Zeit- und Dimmfaktor von 70 Prozent entstehen 577,5 MWh und damit eine Differenz von 1.141,25 MWh.
Grenze der Musterrechnung: Die 150 kW und der Faktor 0,70 sind getrennte Musterannahmen. Beide Werte müssen durch lichttechnische Planung, Nutzung und Inbetriebnahme nachgewiesen werden.
Lösungsräume
Die Varianten unterscheiden sich nicht nur bei Leuchten und Investition, sondern bei Lichtqualität, Steuerung, Betrieb und Wirkung auf weitere Standortprojekte.
Leuchten werden bei weitgehend unveränderter Geometrie ersetzt. Planungs- und Steuerungspotenziale können ungenutzt bleiben.
Sehaufgabe, Verteilung, Leuchtenzahl und Systemleistung werden neu bestimmt.
Zonen, Präsenz, Tageslicht und Dimmung werden integriert und in Betrieb genommen.
Beleuchtung wird mit Wärmepumpe, Laden, PV, elektrischer Leistung und Betrieb abgestimmt.
Montageabschnitte, Produktionsabläufe, Notbeleuchtung und Abnahme werden störungsarm organisiert.
Wartung, Störungsreaktion, Nachregelung und Lichtqualität werden über die Nutzungsdauer gesichert.
Ergebnisoffenheit
ICS setzt keinen technischen Sieger vorab fest. Verändert sich eine wesentliche Randbedingung, kann ein anderer Lösungsweg geeigneter werden.
Wenn keine zusätzlichen elektrischen Verbraucher geplant sind, kann Planung plus Steuerung ohne umfassende Standortintegration ausreichen.
Bei eindeutig geeigneter Geometrie kann ein 1:1-Tausch wirtschaftlich sein, muss aber lichttechnisch nachgewiesen werden.
Wenn Beleuchtung, Wärmepumpe und Laden zeitgleich auftreten, gewinnt die Integration in die elektrische Standortplanung an Bedeutung.
ICS-Einordnung
Die Modernisierung verbessert Lichtqualität und Betrieb, senkt Energie und kann in der maßgeblichen Lastperiode elektrischen Leistungsspielraum innerhalb der vorhandenen Anschluss- und Verteilungsstruktur schaffen. Erst danach werden Wärmepumpe, Laden, PV, BESS oder Netzausbau auf den verbleibenden Engpass abgestimmt.
Die abschließende technische Bewertung bleibt an geprüfte Standortdaten und die erforderliche Fachplanung gebunden.
Leistungen
Die passende Leistung muss vor der Kontaktaufnahme nicht feststehen. Wer den nächsten Schritt genauer verstehen möchte, kann die folgenden Leistungswege vertiefen.
Lichttechnik, Nutzung, elektrische Leistung und weitere Standortprojekte gemeinsam erfassen.
Lichtplanung, Steuerung, Leistungsspielraum und Standortintegration fachlich zusammenführen.
Lichtqualität, Systemleistung, Steuerung, Montage, Service und Laufzeitwirkung vergleichbar machen.
Fachliche Grundlagen
Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen; konkrete Sehaufgaben und aktuellen Regelstand prüfen.
Beleuchtung und Sichtverbindung als Konkretisierung der Arbeitsstättenverordnung projektspezifisch einordnen.
Anforderungen an Not- und Sicherheitsbeleuchtung entsprechend Nutzung und Sicherheitskonzept berücksichtigen.
ICS verbindet die relevanten technischen, wirtschaftlichen und betrieblichen Perspektiven und führt zum passenden weiteren Vorgehen.
Erforderliche Bestandsaufnahmen, Messungen, Fachplanungen, Projektierungen, Ausführungen, Finanzierungs- und Betriebsleistungen werden über entsprechend qualifizierte ICS-Partner erbracht.
Vertiefen
Beleuchtungsmodernisierung, Betrieb und Contracting als Fachthema vertiefen.
Wärmepumpe, Ladeinfrastruktur und elektrische Reserve als gemeinsame Standortaufgabe betrachten.
Elektrische Engpässe, Anschlussleistung und Infrastrukturabhängigkeiten vertiefen.
Wenn sich Fragestellungen dieses Musterfalls an Ihrem Standort wiederfinden, können Sie Ihre tatsächliche Ausgangssituation direkt über ICS anfragen.