Ladeinfrastruktur
Fahrzeuge, Flotten und Besucherparkplätze erzeugen zusätzliche elektrische Lasten und verändern Lastprofile.
Standortentwicklung und Elektrifizierung
Elektrifizierung bedeutet nicht nur neue Technik. Elektrifizierung verändert die Energie- und Infrastrukturanforderungen eines Standorts.
Ladeinfrastruktur, Wärmepumpen, elektrische Prozesse, Batteriespeicher und steigende IT-Lasten erhöhen den Leistungsbedarf vieler Unternehmen deutlich.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, welche Technologie eingesetzt werden soll. Entscheidend ist, ob Netzleistung, Energieversorgung, Betrieb und Infrastruktur diese Entwicklung langfristig tragen können.
Viele Unternehmen verbinden Elektrifizierung zunächst mit E-Fahrzeugen oder Ladepunkten. Tatsächlich verändert Elektrifizierung oft die gesamte Energiearchitektur eines Standorts.
Wärme wird elektrisch erzeugt. Prozesse werden elektrifiziert. Ladeinfrastruktur entsteht. Batteriespeicher werden relevant. Gleichzeitig steigen Leistungsbedarf und Anforderungen an Netzanschluss und Versorgungssicherheit.
Elektrifizierung ist deshalb nicht nur ein Technologiethema. Elektrifizierung ist ein Infrastruktur- und Standortthema.
Fahrzeuge, Flotten und Besucherparkplätze erzeugen zusätzliche elektrische Lasten und verändern Lastprofile.
Wärmeerzeugung verschiebt Energiebedarf in Richtung Strom und erhöht die Anforderungen an Netzleistung.
Produktions- und Betriebsprozesse wechseln von fossilen Energieträgern zu elektrischen Lösungen.
Speicher werden zunehmend genutzt, um Lasten zu verschieben, Leistung zu optimieren oder Versorgungssicherheit zu erhöhen.
Automatisierung, Rechenleistung und digitale Infrastruktur erhöhen die elektrische Grundlast vieler Standorte.
Fast alle Elektrifizierungsvorhaben wirken mittelbar oder unmittelbar auf Anschlussleistung und Leistungsreserven.
Die Herausforderung der Elektrifizierung liegt häufig nicht in der Technologie selbst. Die größere Herausforderung liegt darin, ausreichend Leistung bereitzustellen.
Anschlussleistung, Transformatorleistung, Mittelspannung, Lastmanagement und Erweiterbarkeit werden dadurch zu zentralen Planungsgrößen.
Elektrifizierung erhöht nicht automatisch die Wettbewerbsfähigkeit. Elektrifizierung erhöht zunächst die Anforderungen an die Infrastruktur.
Mitarbeiter-, Besucher- oder Flottenladen wird Teil der Infrastrukturplanung.
Gas, Öl oder andere Systeme sollen auf elektrische Lösungen umgestellt werden.
Neue Maschinen oder elektrische Prozesse erhöhen den Leistungsbedarf.
Es fehlt Transparenz über Anschlussleistung, Reserven oder zukünftige Bedarfe.
PV, Speicher, Ladeinfrastruktur und Wärmepumpen greifen auf dieselbe Infrastruktur zu.
Wachstum und Elektrifizierung wirken gleichzeitig auf die Energieversorgung.
Mit steigender Elektrifizierung werden Netzanschluss, Mittelspannung, Transformatoren, Trafostationen, Speicher und Lastmanagement zunehmend relevant.
Dadurch wird aus einem Elektrifizierungsprojekt häufig eine Frage der zukünftigen Standortarchitektur.
Elektrifizierung sollte nicht als isoliertes Einzelprojekt verstanden werden. Sie verändert häufig die Energieversorgung, den Leistungsbedarf und die Infrastruktur eines gesamten Standorts.
Ein Standort-Transformationsplan kann helfen, Netzleistung, Mittelspannung, Wärme, Kälte, PV, Speicher, Ladeinfrastruktur und Betrieb zu einem gemeinsamen Entwicklungsbild zusammenzuführen.
Ein netzgekoppeltes Microgrid kann dabei später ein mögliches Zielbild sein.
Elektrifizierung verändert Leistungsbedarf, Energieversorgung, Netzanschluss und Betrieb. Deshalb sollte sie mit den übrigen Standortfragen zusammen betrachtet werden.
Prüfen, ob Anschlussleistung, Mittelspannung und Transformatorleistung zu neuen elektrischen Lasten passen.
Netzleistung einordnen →
Elektrifizierung im Zusammenhang mit Wärme, Kälte, Druckluft, Licht, PV und Betrieb betrachten.
Energieversorgung einordnen →
Bewerten, ob Wachstum und Elektrifizierung gemeinsam zusätzlichen Infrastrukturbedarf auslösen.
Wachstum einordnen →
Erkennen, welche Infrastruktur bei Elektrifizierung zuerst begrenzend wirken kann.
Engpässe einordnen →
Elektrifizierung in eine langfristige Standortentwicklung einordnen.
Transformationsplan einordnen →
Elektrische Lasten, Speicher, PV und Netzanschluss als gemeinsame Architektur betrachten.
Microgrid-Zielbild ansehen →
Nächster Schritt
Der Standort-Zukunftscheck hilft dabei, die Auswirkungen von Elektrifizierung auf Energieversorgung, Netzleistung und Standortentwicklung frühzeitig einzuordnen.