Mittelspannung
Schalthandlungen, Wartung, Prüfungen, Dokumentation und Betreiberverantwortung benötigen Fachkompetenz und klare Zuständigkeiten.
Standortentwicklung und Infrastrukturverantwortung
Viele Unternehmen investieren in Infrastruktur. Deutlich weniger Unternehmen planen, wer diese Infrastruktur künftig betreiben, verantworten und weiterentwickeln soll.
Der Fachkräftemangel betrifft nicht nur Produktion, Vertrieb oder Verwaltung. Er betrifft zunehmend auch Wärmeversorgung, Kälteversorgung, Druckluft, Mittelspannung, Trafostationen, Ladeinfrastruktur und Energiesysteme.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, welche Infrastruktur vorhanden ist. Entscheidend ist auch, wer diese Infrastruktur künftig betreiben, weiterentwickeln und verantworten soll und welche Aufgaben dauerhaft zum Kerngeschäft gehören.
Viele Unternehmen besitzen langjährig gewachsene Infrastruktur. Gleichzeitig nähern sich erfahrene Wissensträger dem Ruhestand, wechseln Aufgaben oder verlassen das Unternehmen.
Dadurch entsteht ein Risiko, das oft erst sichtbar wird, wenn Störungen auftreten, Erweiterungen geplant werden oder Betreiberpflichten erfüllt werden müssen.
Nicht jede Infrastruktur wird durch Technik begrenzt. Viele Infrastrukturen werden durch fehlendes Wissen und fehlende Ressourcen begrenzt.
Schalthandlungen, Wartung, Prüfungen, Dokumentation und Betreiberverantwortung benötigen Fachkompetenz und klare Zuständigkeiten.
Betrieb, Optimierung, Störungsmanagement und Modernisierung binden technisches Wissen über viele Jahre.
Kältemittel, Verfügbarkeit, Lastprofile und Wartung erzeugen hohe Anforderungen an Betrieb und Fachwissen.
Qualität, Verfügbarkeit, Aufbereitung, Energieeffizienz und Betrieb hängen stark vom vorhandenen Know-how ab.
Neue Infrastruktur erzeugt zusätzliche Anforderungen an Betrieb, Lastmanagement und Versorgungsplanung.
Je komplexer der Standort wird, desto wichtiger werden Daten, Monitoring, Lastprofile und Steuerung.
Je komplexer Infrastruktur wird, desto wichtiger wird die Entscheidung, welche Aufgaben dauerhaft intern betrieben werden sollen und welche dauerhaft organisiert werden müssen.
Viele Unternehmen diskutieren Fachkräftemangel als Personalthema. Infrastruktur stellt jedoch eine zusätzliche Frage.
Welche Aufgaben sollen dauerhaft intern betrieben werden? Welche Aufgaben benötigen zwingend eigene Fachkräfte? Und welche Verantwortlichkeiten müssen langfristig organisiert werden?
Je komplexer die Infrastruktur wird, desto wichtiger wird die Frage nach Rollen, Verantwortung und Betriebsmodell.
Einzelne Personen kennen die Anlage, Dokumentation oder Betriebsabläufe vollständig.
Künftige Zuständigkeiten sind nicht definiert oder nur teilweise abgesichert.
Betrieb und Wartung hängen zunehmend von externem Wissen ab.
Ladeinfrastruktur, Speicher oder Elektrifizierung erhöhen die organisatorische Komplexität.
Wissen ist vorhanden, aber nicht systematisch dokumentiert.
Reaktionszeiten und Betreiberorganisation hängen an einzelnen Personen.
Standortentwicklung hängt nicht nur von Energieversorgung und Infrastruktur ab. Sie hängt auch davon ab, ob Betrieb, Verantwortung und Fachwissen langfristig verfügbar bleiben.
Damit wird Fachkräftemangel zu einem Infrastrukturthema und Infrastruktur zu einem Organisationsthema.
Ein Standort-Transformationsplan betrachtet nicht nur Technik und Energie. Er betrachtet auch Betrieb, Wissen, Verantwortlichkeit und langfristige Organisation.
Dadurch werden Infrastrukturentwicklung, Betreiberverantwortung und zukünftige Ressourcenplanung gemeinsam sichtbar.
Trafostationen, Transformatoren, Schaltanlagen, Prüfungen und Betrieb langfristig einordnen.
Mittelspannung einordnen →
Strom, Wärme, Kälte, Druckluft, Licht, PV und Betrieb gemeinsam betrachten.
Energieversorgung einordnen →
Erkennen, ob fehlendes Wissen, Betrieb oder Verantwortung künftig zum Engpass werden.
Infrastruktur-Engpässe ansehen →
Wenn Fachwissen und Verantwortung zum Engpass werden, sollten auch Kerngeschäft, Betriebsmodell, Energieversorgung und Transformationsplanung betrachtet werden.
Prüfen, welche Anlagen dauerhaft intern betrieben und verantwortet werden sollten.
Kerngeschäft prüfen →
Strom, Wärme, Kälte, Druckluft, Licht, PV und Betrieb gemeinsam betrachten.
Energieversorgung einordnen →
Erkennen, ob fehlendes Wissen, Betrieb oder Verantwortung selbst zum Engpass wird.
Engpässe einordnen →
Betrieb, Wissen und Verantwortung in eine langfristige Standortentwicklung einordnen.
Transformationsplan einordnen →
Prüfen, ob der Standort langfristig auch organisatorisch entwicklungsfähig bleibt.
Standort 2040 ansehen →
Betrieb, Steuerung und Verantwortung als Teil einer Standortarchitektur betrachten.
Microgrid-Zielbild ansehen →
Nächster Schritt
Der Standort-Zukunftscheck hilft dabei, Infrastruktur, Betrieb, Verantwortlichkeiten und zukünftige Entwicklungsfähigkeit gemeinsam zu bewerten.