Investition
Das Unternehmen finanziert die PV-Anlage selbst und bindet Kapital in Planung, Bau und Betrieb.
PV: Contracting vs Kauf
Bei PV wird häufig zuerst über Anlagenpreis, Dachfläche und erwartete Stromerzeugung gesprochen. Für die Modellentscheidung reicht das nicht aus.
Entscheidend ist, wer investiert, wer Betreiberpflichten übernimmt, wer Ertrags- und Verfügbarkeitsrisiken trägt, wie der Strom genutzt wird und welche Bindung das Unternehmen über die Laufzeit eingeht.
Das Unternehmen finanziert die PV-Anlage selbst und bindet Kapital in Planung, Bau und Betrieb.
Die Anlage gehört dem Unternehmen. Damit entstehen Kontrolle, aber auch Betreiberpflichten und technische Verantwortung.
Monitoring, Wartung, Störungen, Versicherung, Netzthemen und Dokumentation müssen organisiert werden.
Ertrag, technische Verfügbarkeit, Wetter, Degradation und Nutzung beeinflussen die reale Wirtschaftlichkeit.
Je besser Stromerzeugung und Verbrauch zusammenpassen, desto belastbarer wird die Wirtschaftlichkeit des Eigenbetriebs.
Statik, Sanierung, Eigentum, Mietverhältnisse, Versicherung und Nutzung können die Entscheidung stark beeinflussen.
Laufende Modelle können PV ermöglichen, ohne dass das Unternehmen die gesamte Anfangsinvestition selbst trägt.
Bei einem PPA steht nicht der Anlagenkauf im Vordergrund, sondern eine langfristige Stromlieferung zu definierten Bedingungen.
Betrieb, Monitoring, Wartung, Verfügbarkeit und technische Betreuung können je nach Modell stärker extern organisiert werden.
Laufende Modelle können helfen, Stromkosten und Verantwortlichkeiten über die Laufzeit planbarer zu machen.
Ertrags-, Betriebs-, Verfügbarkeits- und Preisrisiken werden je nach Vertragsmodell unterschiedlich verteilt.
Planung, Umsetzung, Netzanschluss, Betrieb und Vertragsmanagement können gebündelt und extern geführt werden.
Kauf oder Eigenbetrieb können sinnvoll sein, wenn Investitionsbudget vorhanden ist, hoher Eigenverbrauch erwartet wird, Betreiberkompetenz vorhanden ist und das Unternehmen die Anlage langfristig selbst besitzen und steuern möchte.
Laufende Modelle können sinnvoll sein, wenn Investition vermieden werden soll, Betreiberpflichten nicht intern liegen sollen oder planbare Stromkosten wichtiger sind als Eigentum an der Anlage.
Wenn Dachzustand, Eigenverbrauch, Strompreisannahmen, Netzanschluss, Investitionsbereitschaft oder Betreiberrolle unklar sind, sollte PV nicht nur als Anlagenprojekt bewertet werden.
Dann ist zuerst die konkrete PV-Situation einzuordnen.